Die Kooperationsvereinbarung ist ein wichtiger Meilenstein und Zwischenergebnis eines umfangreichen Marken- und Organisationsprozesses, der seit 2021 partizipativ von der WIN-AG mit fachlicher Expertise der BTE Tourismus- und Regionalberatung geführt wird. Dazu der Vorstandsvorsitzende des Tourismusverbandes Ruppiner Seenland e.V., Frank Stege: „Der Tourismusverband Ruppiner Seenland setzt sich seit Jahren
maßgeblich als Initiator für eine Neuorganisation des Tourismus zwischen Berlin und der Mecklenburgischen Seenplatte ein. Hier auf der „boot“ treten wir seit geraumer Zeit gemeinsam auf. Dass wir nun auch darüber hinaus „an einem Strang ziehen“ und unsere Kooperation auf Arbeitsebene mit dem Barnimer Land und der Mecklenburgischen Seenplatte besiegelt haben, ist ein großer Tag.“

Auch Bernd Skudelny, Geschäftsführer der WITO Barnim, betont die strategische Bedeutung dieser Zusammenarbeit und sieht darin den richtigen Weg, um die drei Reiseregionen aufzustellen. „Gemeinsam können wir Synergien schaffen und unsere Stärken bündeln, um die Attraktivität unserer Regionen weiter zu steigern und neue Impulse für Tourismus und Wirtschaft zu setzen.“ Auch auf der Mecklenburgischen Seite wird diese als Gewinn gesehen: „Ich bin der Überzeugung, dass durch die Kooperation positive Effekte für den Tourismus sowohl auf Mecklenburgischer als auch auf Brandenburgischer Seite erzielt und Synergien
zielführend genutzt werden können. Eine Win-Win-Situation für die gesamte Seenplatte“, sagt Wolf-Dieter Ringguth, Vorstandsvorsitzender des Tourismusverbandes Mecklenburgische Seenplatte e.V.

Welche Priorität der Wassertourismus in der Brandenburgischen und Mecklenburgischen Seenplatte geniest, lässt sich an den Repräsentanten der Region ersehen, die zur boot nach Düsseldorf reisten: Daniel Kurth (Vorsitzender der WIN-AG und Landrat Landkreis Barnim), Egmont Hamelow (Stellvertretender Landrat Landkreis Oberhavel), Werner Nüse (Stellvertretender Landrat Landkreis Ostprignitz- Ruppin), Detlef Tabbert (Bürgermeister Stadt Templin), Vertreter der Tourismusverbände Ruppiner Seenland e.V. und Mecklenburgische Seenplatte e.V., der WITO Barnim GmbH, der REGiO-Nord mbH, der SHW Touristik GmbH und der organisierenden WInTO GmbH bzw. des WIN-Projektbüros. Templiner Gewässer wieder auf Wasserweg erreichbar

Eine weitere Neuigkeit im Gepäck für die Saison 2024: Die Schleuse Kannenburg ging nach sechs Jahren Sperrzeit am 18. Oktober 2023 wieder ans Netz. Der Ersatzneubau zählt zu den Pilotprojekten der WIN-AG. Dem Engagement der WIN-Mitgliedsstadt Templin und dem unkonventionellen Vorgehen des Bundes ist es zu verdanken, dass das zweistellige Millionen-Projekt zeitnah realisiert werden konnte. Im Rahmen einer öffentlich-öffentlichen Partnerschaft ist die Stadt Templin aufgrund fehlender Kapazitäten beim Bund eingesprungen und hat die Planung und Bauausführung der neuen Schleusenanlage selbst übernommen.
Für den Tourismus in der Region hat die Wiedereröffnung enorme Bedeutung. Die Schleuse Kannenburg ist das Eingangstor zu den reizvollen Templiner Gewässern im Nordosten Brandenburgs und zugleich deren einzige schiffbare Verbindung zur Mecklenburgischen und Brandenburgischen Seenplatte. Boote aus Templin können nun wieder über die Havel bis in die Mecklenburgische Seenplatte bzw. nach Berlin fahren – und umgekehrt.