Fürstenberger Goldschatz

2008 wurde die Stadt Fürstenberg/Havel mit einem spektakulären Fund an ihre Vergangenheit erinnert. Ein Goldschatz mit Münzen aus aller Herren Länder kam zum Vorschein. Ein Zufallsfund, weil eine Supermarktkette an ehemals historischer Stätte bauen wollte und Archäologen den Boden vor der Versiegelung untersuchen konnten.

Im Bereich des ehemaligen Marktplatzes am Fuße der alten Wasserburg blitzte plötzlich ein Goldstück aus dem Boden. Eines von 18, wie die Grabung ergab. Außerdem bargen die Wissenschaftler verschiedene Goldringe, zum Teil mit Edelsteinen besetzt – alles in allem 110 Gramm Gold aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges. Die Befundsituation lässt den Schluss zu, dass der Schatz in einem Beutel aus Stoff oder Leder aufbewahrt wurde.

Die Zusammensetzung der Münzen spiegelt die europäischen Ausmaße des Dreißigjährigen Krieges. Vertreten sind Münzstätten von Metz, Stettin, Venedig, Gorinchem, Friesland, Geldern, Zwolle, Kairo, Aleppo und Algier. Die Münzen wurden im 16. und 17. Jahrhundert geprägt. Schlussmünze ist ein Dukat Bogislaus XIV. von 1633 aus Stettin.

Die Niederlegung erfolgte in der zweiten Hälfte der 1630er Jahre. Für diese Zeit sind für die Region diverse Truppenbewegungen schwedischer und kaiserlicher Heere überliefert, die unter anderem auch durch Fürstenberg/Havel kamen.Der Schatz ist restauriert worden und kann im Archäologischen Landesmuseum in Brandenburg/Havel besichtigt werden.